endlich wieder neues zeug. und sogar ziemlich
viel davon.
es macht einfach in letzter zeit viel spaß, mit
rucksack und stativ herumzugehen und irgendwas einzufangen.
das problem ist dann eben nur das auswählen, bearbeiten, uploaden und verlinken der fotos. oder problem ist das falsche wort - diese nachbearbeitung ist halt teilweise nicht so das lustigste der welt.
das fertige foto ist zwar dann schon ein schöner lohn für die arbeit, aber trotzdem...
deshalb schau ich, dass beim fotografieren schon der schnitt und der weißabgleich passt, damit man nicht so viel nachbearbeiten muss. heute hab ich beispielsweise nie den schnitt geändert - und ich bin eigentlich ganz zufrieden damit. (klar, vllt könnt man bei manchen fotos den horizont waagrechter machen oder ein bissl beschneiden, aber ich finds so eigentlich ziemlich ok)
dafür veränder ich in letzter zeit viel mehr die farben.
sättigung vor allem. in gimp kann man da schön auch die einzelnen farben entsättigen, was teilweise wirklich gold wert ist, wenn im hintergrund hinter den bäumen zb ein
gelbes auto steht und das einfach extrem ablenkt. tschacka, kommt der gelbe regler runter und das auto fällt
nicht mehr so stark auf.
was ich dafür aber gar nicht mag, sind diese alles-schwarz/weiß-außer-einer-farbe-fotos. das ist so aufgesetzt "da schau hin". so
extrem unsympathisch. der betrachter wird ja wohl selbst draufkommen, worums in dem foto geht. ich hab grad fotos vor mir, wo nur rote lippen farbig sind, sonst alles s/w. nur rote kirschen. nur das. nur dies.
interessant wär da vllt noch ein obstkorb und nur die banane ist gelb. oder was weiß ich, aber doch nicht ein grüner baum in farbe und der rest monochrom. bitte nicht. weil dann hats der fotograf nicht geschafft, genug auf den baum aufmerksam zu machen, wenn er dem rest die aufmerksamkeit mittels herabsetzung der farben entziehen muss.
das schöne am entsättigen ist, dass die geometrie viel stärker in den vordergrund tritt. und die kann, meiner meinung nach, viel stärker
fesseln als farben. wir werden ja eh täglich mit milionen von farben zugeschüttet. von lärm und gestank gar nicht zu reden. was ist da schöner als ein beruhigendes, klares und geometrisch einfaches foto? (und ein foto ist nie laut oder stinkt ;) )
das liegt aber sicher daran, dass wir farben fast im ganzen
blickwinkel sehen und bemerken, wir bei geometrie aber das foto richtig
punktweise abtasten müssen. ein farbarmes foto beschäftigt einen betrachter daher im allgemeinen sicherlich länger.
aber
keine angst. ich bin jetzt kein farbgegner geworden. ich mag weiterhin die sehr farbenreichen fotos aus
griechenland von letztem sommer.
genug gelabert. nun zu den fotos.
im jänner war ja mal
verdammt schlechtes wetter und der regen hat richtig gegens fenster getrommelt. von diesem tag stammen die ersten zwei fotos.
das erste regentropfenfoto ist bei 75mm entstanden. das andere mit dem 100mm makro und aufgeschraubtem
achromat. die schärfentiefe ist dann aber so gering, sodass das eine ziemliche arbeit war, das gscheit hinzubekommen.
mit
can,
craft und
natascha am
chillersee
ein stillgelegter gleiskörper in atzgersdorf.
und zum abschluss ein sehr gutes zitat:
Zu all den Dingen, die wir nicht sehen können, gesellen sich noch die Dinge, die wir nicht sehen wollen, weil wir uns entschieden haben, sie zu ignorieren. Im Augenblick habe ich zum Beispiel beschlossen, das Geräusch meines Atems, das Gefühl des Rings an meinem Finger, den Anblick der Brille direkt auf meiner Nase, ja sogar den der Nase selbst zu ignorieren. Die Blende einer Kamera und die Pupille sind nicht dazu da, Informationen hereinzulassen, sondern dazu, welche auszublenden. Wer je eine Kamera in der Hand hatte weiss, dass zuviel Information einen genauso blind machen kann wie zuwenig. Wenn Sie sich alle neun Sinfonien von Beethoven gleichzeitig anhören wollen, würden Sie nur den Krach hören. -
K.C. Cole
mangobanano - 17. Feb, 23:48